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Hansjörg Kuss, geboren 1960 in Gräfelfing bei München. Von 1983 – 1988 Ausbildung an der Kunstakademie „Pietro Vanucci“ in Perugia, Italien und am „Centro Internazionale della Lavorazione della Pietra“, San Sperate, Sardinien – Italien. Seither als freischaffender Bildhauer tätig. Langjährige Auslandsaufenthalte in Italien, Portugal und Norwegen. Seit 2016 im Bodenseekreis ansässig.


Die Verwandlung der Materie, wie auch immer beschaffen, ist das Anliegen des Bildhauers. Das Zentrum meiner künstlerischen Arbeit ist der Stein in seinen vielfältigen Arten und Ausdrucksmöglichkeiten. Das Spektrum reicht von frei gehauenen Skulpturen bis hin zu unterschiedlichen Gestaltungen im Bereich der Angewandten Kunst.


„Ein Impuls, geführt im fließenden Rhythmus von Meissel und Hammer, trifft auf eine seit Urzeiten geronnene, sedimentierte oder kristallisierte Materie. In diese Berührung mit der Urzeit lege ich einen Samen, Schlag auf Schlag gewinnt der Stein an Lebendigkeit. Die Form wächst aus dem Stein, sie wird nicht wahllos übergestülpt. Der Stein muss atmen um dem Motiv eine authentische, „steinerne“ Präsenz zu verleihen.“


„Im Bereich der Angewandten Kunst ändert sich das Verhältnis zum Material. Den Stein zu spüren, zu kennen und materialgerecht zu bearbeiten sind auch hier Grundvoraussetzung. Sind in der freien Plastik angedeutete, intuitive Räume möglich, wenn nicht gar erwünscht, so ist im Kunsthandwerk Präzision gefordert. Die Form wird nicht von innen herausgearbeitet sondern von außen her zugearbeitet. Der Stein verliert dadurch zwar an geheimnisvoller Tiefe, in seinem Charakter aber bleibt er visuell und haptisch voll wahrnehmbar. Die Herausforderung ist, seine innenliegende Ästhetik in zweckgebundene Form und räumlichen wie auch geschichtlichen Kontext fließen zu lassen.“